Friday, 17. september 2010
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23:47
Hey Leute,
Kennt ihr dass wenn ihr einfach zuviel im Kopf habt und einfach nicht wisst wo ihr anfangen sollt eure Pläne zu verwirklichen. Genau das habe ich gerade. Ich weiß auch nicht wirklich wie ich
alles bewerkstelligen soll und die Finanzen und die Zeit stellt sich mir einfach in den Weg.
Ich möchte so viel machen in meinem Leben aber habe einfach das Gefühl dass es garnicht möglich ist das alles in einem einzigen Leben zu machen ohne die Mittel dazu zu haben.
Zum Beispiel habe ich nun wirklich etwas was ich später machen will.
Ich will wirklich nach Berlin und dort auf eine Hochschule für Mediengestaltung
aber natürlich muss das Ganze 11.000€ (!) kosten...
Wie soll das funktionieren?!
Das Andere was mir nicht aus dem Kopf ist ist die Geschichte mit der Loveparade.
Ich bin Gestern mit der U-Bahn durch Duisburg gefahren und war wieder einmal das erste Mal nach langer Zeit in unserer Innnenstadt mit Fabian. Und seit der Loveparade habe ich das Gefühl dass
mich ein Fluch verfolgt der nicht will dass ich mal beruhigt und zufrieden bin.. Vielleicht hat das seinen Sinn um nicht übermütig zu werden aber was soll ein Optimist machen wenn ihm der
Pesimismus permanent entgegen schlägt?!
Es kommt mir so vor als ist Duisburg eine Stadt die eine Gelegenheit hatte die Gott ihr nicht geben wollte..
Und jetzt wo die Schule wieder begonnen hat, habe ich das Gefühl dass mir meine Lebenszeit mit Dingen genommen wird die ich nicht will. Ich meine ich bin ja nicht desinteressiert und will mein
Leben zu Hause auf der Couch verbringen.
Ich will ja aktiv sein und Vieles erreichen. Aber das funktioniert einfach nicht wenn man auf einem Weg mitschwimmen soll den man nicht gehen will. Ich bin nunmal nicht der Typ der nach der
Schule seine Ausbildung machen will und danach sein Leben arbeiten will nur um Geld zu verdienen.
Mal ehrlich, es ist doch nicht der Sinn der Menschheit nur dafür zu Arbeiten um sich einen schönen Nachmittag zu machen.
Ich denke Geld ist einfach zu überbewertet, man sollte doch Arbeiten um etwas zu tun wovon man überzeugt ist.
Es ist doch Verschwendung etwas zu machen nur des Geldes wegen.
Vielleicht ist das auch der Schlüssel zum Glück, nicht Geld und Lifestyle sondern die Gewissheit etwas gemacht zu haben und sich selbst verwirklicht zu haben...
Und ich habe so viele Dinge im Kopf die ich machen und erreichen will in meinem Leben aber die große Angst es nicht alles zu schaffen und Andere leben nach dem Motto "Harz 4 und der Tag gehört
dir", und sind glücklich darüber keinen Aufwand zu haben und trotzdem leben zu können.
Aber ich will doch nicht als Jemand sterben der zwar eine schöne Inneneinrichtung hat und ein teures Auto in der Garage aber nach ein paar Wochen aus den Köpfen der Menschen verschwunden ist,
sondern als Jemand der für seine Verhältnisse ein Bißchen was für die Welt getan hat und ein paar Leute zum Umdenken animiert hat.
Ich meine damit, wir dürfen nicht egoistisch für uns Entscheidungen treffen um persöhnlich einen Vorteil daraus zu ziehen. Zum Beispiel in der Bahn/im Bus: eine alte Frau kommt rein und stellt
sich hin, klar würde man selbst gerne sitzen aber es sollte das normalste sein ihr den Platz anzubieten. Und was mir nach solchen Sachen immer wieder auffällt, ist dass man sich danach
unbeschreiblich gut fühlt. Ich denke auch dass einem Glück wiederfährt indem man anderen dazu verhilft glücklich zu sein. Man sieht immer wieder auf den Straßen dass Menschen die Andere schlecht
behandeln Argressionen aufbauen, ich schätze das liegt daran dass sie dieses Gefühl von Stolz nicht kennen.
Klar, viele reden von Stolz und Ehre aber das ist doch alles dummes Gelaber.
Stolz und Ehre sind Begriffe die nicht vererbt werden, Ehre hat nichts mit Nationalität oder Familien-Ehre-Beschmutzen zutun, denn sowas kann man sich nur aufbauen wenn man etwas dafür gemacht
hat.
Und ja, wenn ich etwas Gutes getan habe, dann kann ich stolz sein. Und wenn ich sehe dass menschen behaupten dass ihre Ehre von Anderen beschmutzt wurde weil Diese ihre Mütter beleidigt haben
könnte ich erbrechen. Das hat doch rein garnichts mit Ehre zutun. Wenn ich wirklich ein selbstbewusster Mensch bin, dann kann es mich doch nicht stören wenn irgendein Vollidiot etwas über
Jemanden in meiner Familie sagt, den er warscheinlich garnicht einmal kennt. Sowas macht mich weder agressiv noch traurig. Maximal kann ich ein Wenig über diese lächerlichen Unterstellungen
schmunzeln.
Vielleicht ist sowas auch nur ein Problem in unserer Generation oder der Mensch ist einfach in der Evolution noch nicht weit genug um solche Dinge objektiv zu betrachten ohne sich verletzt zu
fühlen, jedenfalls sind viele Dinge die alltäglich sind einfach unnötig.
Genauso wie diese Anonymität in unserer Gesellschafft.
Man steigt in den Bus ein, und kein Fosten kommt im Entferntesten auf die Idee den Busfahrer zu grüßen...
Er verrichtet für unseren Vorteil seine Arbeit und keiner sieht es ein so Etwas zu schätzen und zu Respektieren.
Und das hat Etwas mit Ehre zutun! Aber ich habe das Gefühl dass die Bedeutung dieser Worte in unserer Zeit einfach nichtmehr ursprünglichen Sinn vermitteln.
Auch wenn Gewalttäter von Ehre reden,
tut mir leid aber jemanden der auf andere scheißt ohne ein schlechtes Gewissen zu haben kann ich weder ehren noch respektieren. Aber ausgerechnet solche Menschen sprechen von Respekt..
Meiner Meinung nach einfach das Resultat aus Naivität..
So Themen machen mich echt unruhig weil ich ganz genau weiß dass der Großteil nicht so denkt.
Und darum finde ich wir sollten Alle versuchen uns gegenseitig zu unterstützen.
Es mag nach Träumerei klingen, aber mal ehrlich genau diese Träumerei ist doch der Wille etwas zu verändern und wenn man was verändern will soll man sich dafür einsetzen und genau das tue ich
gerade.
Und wenn wir uns alle gegenseitig wirklich so behandeln würden dann würde es uns persönlich auch wirklich besser gehen, also müssen wir uns für Höflichkeit und Respekt nicht schämen.
Es ist nicht cool möglichst anonym und gleichgültig auf Andere zu wirken, das ist nur der Beweiß für Unsicherheit.
Und wenn ihr euch fragt wieso ich sowas schreibe:
Ganz einfach, ich musste es loswerden.
Domi